Prof. Dr. Jérôme Duval-Hamel
Ancien dirigeant de Groupes internationaux industriels, de service et d’industries culturelles, coprésident du Jury
Das Ziel des Preises
Der Deutsch-Französische Preis der Kultur- und Kulturwirtschaft wurde offiziell anlässlich des 50.Geburtstags des Elysée-Vertrages unter der Schirmherrschaft des deutschen und des französischen Wirtschaftsministers ins Leben gerufen.
Er zeichnet Personen, Unternehmen und Institutionen aus, die sich durch ein deutsch-französisches Engagement in einem der acht Sektoren der Medien- und Kulturwirtschaft hervorgetan haben: Musikedition, Film, Digitalmedien, Buch, Presse, Design, Mode, Kulturhandel / Luxus.
Der Hintergrund des Preises
Die Kultur- und Kulturwirtschaft ist für die europäische Wirtschaft sowie für die nationalen Wirtschaften von großer Bedeutung. Die Branche zählt in Deutschland und in Frankreich mehr als 1,5 Millionen Beschäftigte in fast 250.000 Unternehmen.
Die Modalitäten des Preises
Der Deutsch-französischer Preis für Kultur- und Kreativwirtschaft wird alle zwei Jahre verliehen. Die Jury setzt sich aus deutschen und französischen Persönlichkeiten dieser Bereiche zusammen. Eine offizielle Preisverleihung in Paris ehrt die Gewinner.
Die Jury wählt die Preisträger auf der Grundlage der Vorschläge ihrer Mitglieder aus.
Tauchen Sie ein in die Welt der Kultur- und Kreativwirtschaft, die die deutsch-französische Wirtschaft prägt. Diese Seite ist Ihr zentraler Anlaufpunkt für die Aktivitäten des Deutsch-Französischen Beirats für Kultur- und Kreativwirtschaft (Comité ICC):
Wir stellen Projekte aus Schlüsselbranchen wie Design, Architektur, Mode, Musik, Bildender Kunst, Verlagswesen usw. vor. Diese Initiativen veranschaulichen, wie die Wirtschaft das kulturelle Schaffen inspiriert und umgekehrt, wie die Kultur wirtschaftliche Innovationen anregt.
Entdecken Sie mit uns Neues, tauschen Sie sich aus und bauen Sie Brücken zwischen Kreativität und Business.
Ancien dirigeant de Groupes internationaux industriels, de service et d’industries culturelles, coprésident du Jury
Senior Vice President Global Public Affairs at Bertelsmann SE & Co. KGaA, coprésidente du Jury
Directrice générale Art France et vice-présidente du Comité de gérance d'Arte GEIE
Directrice du Goethe Institut France
Maire adjoint de Paris, en charge de la Culture
Journaliste , redacteur en chef BFM
Président du comité Intelligence économique et Innovation des Entreprises - Conseil Supérieur de l'Ordre des experts - comptables et Vice-Président du comité Mécénat
Actrice, réalisatrice , lauréate Berlinale, Festival de Cannes, German Film awards…
Conseiller Culturel de l’ambassade de France à Berlin, directeur de l’ Institut français d’ Allemagne
Journaliste, cheffe du service international de Challenges
Galeriste, président du Comité professionnel des galeries d’ Art
Eine engagierte und innovative Filmemacherin
Gala Hernández López ist eine Persönlichkeit der Film- und Dokumentarfilmindustrie, eine junge Schöpferin und Produzentin mit bereits bemerkenswertem Werdegang. Als Spanierin, die in Frankreich studiert hat und in Deutschland und Frankreich lebt, verkörpert sie die europäischen Werte in einer Person. Ihre Werke befassen sich mit der Auswirkung neuer digitaler Technologien auf unser Verhalten und unsere Ideologien. International von Kritikern und der Öffentlichkeit geschätzt - von der Berlinale 2023 bis hin zum César für den besten Kurzfilm Dokumentarfilm 2024 - leistet sie mit ihrer Produktion einen bemerkenswerten deutsch-französischen Beitrag zu den kulturellen und wirtschaftlichen Szenen sowie zur zeitgenössischen Kunst der Darstellung wirtschaftlicher Welten.
Auszug aus der Rede zur Preisverleihung an Frau Phal, Gründungsvorsitzende von Drawing Now:
„Zum ersten Mal in seiner Geschichte würdigt der offizielle deutsch-französische Kulturpreis einen Bereich, der in unseren beiden Ländern so alt und zugleich so zeitgemäß ist: die Kunstmesse.
Ebenfalls zum ersten Mal wird durch unsere Preisträgerin und durch diese Kunstmesse „Drawing Now“ die Zeichnung als künstlerisches Medium gewürdigt, durch das sich Frankreich und Deutschland in der Geschichte und auch im zeitgenössischen Schaffen hervorgetan haben.
Drawing Now wurde von Anfang an in Paris konzeptionell und organisatorisch in Zusammenarbeit mit der deutschen Zeichenkunstszene aufgebaut. Drawing Now wurde in diesen Jahren voller großartiger Erfolge gemeinsam mit Akteuren von jenseits des Rheins geleitet, und Drawing Now hat in seinem Ausstellerprogramm dem deutschen Schaffen stets einen wichtigen Platz eingeräumt – so auch in diesem Jahr.
All dies sind Faktoren, die zum nachweislichen Erfolg von „Drawing Now“ beigetragen haben, das heute das Aushängeschild der zeitgenössischen Kunstszene ist und für uns zudem ein schönes Beispiel für die deutsch-französische Zusammenarbeit darstellt.“
Bibliothèques Sans Frontières (BSF) wurde 2007 gegründet und hat die Aufgabe, den Zugang zu Bibliotheken, Informationen und Bildung für Menschen aus prekären Verhältnissen mit schlechtem Internetzugang zu verbessern. Als Experte für Offline-Internetzugangsmöglichkeiten hat BSF in Zusammenarbeit mit dem deutschen Spezialisten von Online-Trainingsportale Kiron Angebote entwickelt, damit zum Beispiel Flüchtlinge auch im Ausland ihre Ausbildung weiterführen können.
Florian Drücke ist Vorstandsvorsitzender des Bundesverbandes Musikindustrie (BVMI). Er engagiert sich seit Jahren für die deutsch-französischen Beziehungen und ist 2018 zum Ko-Präsidenten des Haut Conseil Culturel Franco-Allemand (HCCFA) gewählt worden. Zum 30. Jahrestag des HCCFA initiierte er den Jugendkulturrat im Europäischen Parlament in Strassburg. Er arbeitet eng mit der französischen und deutschen Politik zusammen, um die Rahmenbedingungen für die Unternehmen der Kreativwirtschaft zu verbessern; dazu zählt die Reform des europäischen Urheberrechts.
Sebastian Herkner (Designer des Jahres)
Das deutsch-französische Start-up PANTHEA ist führend in Europa bei der Live-Übertitelung für Theater, Opern und Festivals. Mit einer Beteiligung an über 2.000 Vorstellungen weltweit war PANTHEA 2017 Partner namhafter Institutionen wie der Opéra National de Paris, der Staatsoper Unter den Linden, dem Festival d’Avignon und ist durch die Betreuung aller großen Berliner Theaterhäuser maßgeblich mitverantwortlich für Berlins Ruf als "Europas Übertitel-Hauptstadt“. PANTHEA ist Pionier im Bereich Augmented Reality und bietet die erste markttaugliche Übertitel-Anwendung mit Smartglasses an. PANTHEAs innovative Lösungen öffnen Theater und Oper für ein breites Publikum und überwinden Sprachbarrieren und Hörbehinderung.
Diese zwei Vereinigungen aus Frankreich und Deutschland stehen mit Ihren Mitgliedern für französischen Luxus und die deutsche High-End Industrie. Eine Kultur der Exzellenz ist die starke gemeinsame Verbindung. Über die letzten Jahre ist daraus eine intensive Zusammenarbeit mit zahlreichen deutsch-französische Projekten entstanden: Programme zum Schutz und Wertschätzung des geistigen Eigentums, Zusammenarbeit zwischen Hochschulen und Universitäten sowie dem Austausch junger Talente, interkulturelles Engagement an der Schnittstelle Kultur und Wirtschaft durch die Partnerschaft der Ausstellung ImEx - Impressionismus - Expressionismus. Die Stärkung des immateriellen Kulturerbes, durch die Weiterentwicklung des Kunsthandwerks und des Meisterprinzips über Landesgrenzen hinweg, auch durch bilaterale Verbindungen der Mitglieder, trägt Früchte und unterstreicht die kulturelle Verankerung der Branche.
Dank dieser Initiativen und konkreten Projekten hat sich eine echte deutsch-französsiche Dynamik entwickelt, aus der ein gemeinsames Verständnis für die Vielfalt des jeweils anderen entstanden ist. Dieser deutsch-französische Austausch beflügelt die unterschiedlichen Branchen, die viel von einander lernen können. Das sind ideale Voraussetzung um die zukünftige Wettbewerbsfähigkeit dieser Industrie gemeinsam zu stärken.
Das Forum d’Avignon ist eine Denkfabrik im Bereich der Kultur- und Kreativwirtschaft. Durch die Gründung einer deutschen Tochterorganisation, des Forum d’Avignon@Ruhr, hat es seine deutsch-französische Dimension ausgebaut und trägt durch die Veröffentlichung von zahlreichen Schriften zur Kultur- und Kreativwirtschaft zur Entwicklung dieser Branche in beiden Ländern. Konkret werden jedes Jahr internationale Foren organisiert auf denen sich die Akteure dieser Branchen austauschen können. Diese Positionierung ist neu und sehr wichtig für die Stärkung des Wachstums in der deutschen und französischen Kultur- und Kreativwirtschaft auf dem internationalen Markt.
Der von der Politologin Julie Cazier gegründete Tintentrinker Verlag (Köln) hat sich mit dem von Grégoire Cazier im Jahr 2001 gegründeten Verlag « le buveur d’encre » (Paris) zusammengeschlossen. Gemeinsam haben sie bereits ca. 50 Jugendbücher herausgebracht. Beide Verlage arbeiten sowohl auf wirtschaftlicher als auch auf kreativer Ebene eng zusammen und haben gemeinsam Werke mit hohem Symbolwert herausgebracht. Ihre neueste Veröffentlichung thematisiert den ersten Weltkrieg. Es handelt sich um einen Comic, « Tagebuch 14/18 - vier Geschichten aus Deutschland und Frankreich », der für den deutschen Jugendliteraturpreis 2015 nominiert wurde.
Augustin Teboul ist ein Damenmodelabel, das zwischen Prêt-à-porter und Haute Couture anzusiedeln ist und das im Jahre 2009 durch die Zusammenarbeit der deutschen Modedesignerin Annelie Augustin und der französischen Modedesignerin Odély Teboul entstanden ist. Die beiden Frauen, die zwischen Paris und Berlin arbeiten, haben entschieden, die deutsch-französische Komponente zum Herzstück ihrer Inspiration zu machen...
Studiocanal ist insbesondere durch den Erwerb der deutschen Unternehmen Kinowelt und Tandem Communications zu einem europäischen Marktführer im Bereich des Kinos und des Fernsehens geworden. Diese deutsch-französische Integration hat Studiocanal und Tandem Communications den Einstieg in die Produktion von weltweit erfolgreichen Serien ermöglicht. Zu diesen zählt beispielsweise Crossing Lines, eine deutsch-französische Koproduktion, die insbesondere auf NBC, Sat.1 und TF1 ausgestrahlt wird.