Brancheninformationen

Hier finden Sie eine Auswahl aktueller Brancheninformationen zum französischen Markt.

Deutschland und Frankreich sind wichtige Wirtschaftspartner

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Nach den Angaben des Deutschen Statistischen Bundesamtes (DESTATIS) belief sich der Handel zwischen Deutschland und Frankreich im Jahr 2018 auf insgesamt 170 Milliarden Euro (+0,003% gegenüber dem Vorjahr). Deutschland bleibt Frankreichs wichtigster Handelspartner weltweit, Frankreich ist Deutschlands zweitwichtigster Handelspartner in Europa und weltweit Nummer vier nach China, den Niederlanden und den USA.

Deutschland führte im Jahr 2018 Güter im Wert von 105 Milliarden Euro nach Frankreich aus (- 0,3%). Die Importe aus Frankreich betrugen 65 Milliarden Euro (+1,3%). Im Jahr 2018 hat Deutschland seinen Handelsbilanzüberschuss zu Frankreich um 3% verringert, er lag aber immer noch bei bei 40 Milliarden Euro.

Deutschland war im Jahr 2018 mit 180 Projekten wieder der zweitgrößte erwerbsschaffende Direktinvestor in Frankreich, nach den USA (232 Projekte) und vor Großbritannien (118 Projekte). Nach Angaben von Business France haben deutsche Unternehmen 3618 Arbeitsplätzen in Frankreich geschaffen, allerdings 38% weniger als im Vorjahr. Business France verzeichnet im letzten Jahr insgesamt 1323 ausländische Investitionsprojekte in Frankreich (+2%), 30302 Arbeitsplätze sind entstanden oder erhalten worden (-10%). Es wurde vor allem wieder in den produzierenden Sektor investiert, 37% der geschaffenen Arbeitsplätze entstanden dort.

Deutsche Investitionen stellten 14% der ausländischen Investitionsprojekte in Frankreich dar. Von den 180 Investitionsprojekten sind 27% industrielle Produktionsstätten und 21% Unternehmenssitze. 14% der gesamten deutschen Investitionen verzeichnet der Handelssektor, 10% der Maschinenbau und 9% die Energiebranche. Die deutschen Investitionen 2018 konzentrierten sich auf die Regionen Ile-de-France (18%), Auvergne-Rhône-Alpes (15%) und Grand Est (14%). Beispiele deutscher Investitionen in Frankreich im letzten Jahr: Der Automobilzulieferer Continental hat seine Produktionsstätte in Toulouse erweitert und sein Forschungs- und Entwicklungszentrum aufgestockt. Das Familienunternehmen Sauels Frische Wurst ist spezialisiert auf Antibiotika-freie Schweinezucht und erbaut in der Region Nouvelle-Aquitaine eine Fleischverarbeitungsstätte. Das IT-Unternehmen SAP investiert 2 Mrd. Euro innerhalb von 5 Jahren und hat einen Start-up Inkubator in Paris eröffnet. Der Baustoffhersteller Knauf hat in eine Produktionsstätte in der Region Grand Est investiert.

Die deutsche Präsenz in Frankreich wird von der Deutsch-Französischen Industrie- und Handelskammer und Business France auf derzeit rund 4600 deutsche Unternehmen mit über 310 000 Beschäftigten geschätzt. Die Banque de France geht von einem deutschen Kapitalstock von 68,4 Mrd. Euro aus.

 

Chemie & Pharma

Branche kompakt: Chemische Industrie in Frankreich vor Abkühlung
Die Unternehmer im französischen Chemiesektor sehen die kurzfristige Entwicklung der Produktion skeptisch. Die Industrie will ihre Investitionen aber weiter steigern.

In Frankreich gewinnt Telemedizin an Bedeutung
Die Kostenübernahme von telemedizinischen Beratungen bringen den E-Health-Sektor in Frankreich auf Trab.

Digitalisierung & Industrie 4.0

Frankreich forciert das Thema künstliche Intelligenz
Frankreich will beim Thema Digitalisierung ganz vorne mitspielen. In der künstlichen Intelligenz strebt das Land den ersten Platz in Europa an. Die Ausgangslage ist gut.

Sensorik und Messtechnik
Sensorik und Messtechnik Sensorik und Messtechnik bilden eine der zentralenHerausforderungen der Industrie 4.0 bei der Modernisierung und Optimierung industrieller Prozesse. Der französische Markt für Sensoren und Messgeräte stellt für deutsche Unternehmen eine große Chance dar. Innovative Produkte und Lösungen sind insbesondere in der Automobil- und Luftfahrtindustrieu nd in den Bereichen Gesundheitswirtschaft, Chemie, Biologie und Telekommunikation gefragt.
Eine AHK Zielmarktanalyse finden Sie hier.

Frankreich kann bei Industrie 4.0 in der Softwareentwicklung punkten
Das Thema Industrie 4.0 genießt auch in Frankreich einen hohen Stellenwert. Allerdings sind die Hürden für Unternehmen zum Teil höher als in Deutschland. So ist der Automatisierungsgrad in der Industrie gering und der Maschinenbau schwach entwickelt. Gleichzeitig ist das Land stark in der Softwareentwicklung und verfügt über eine innovative Startup-Szene mit einem Schwerpunkt in der Datenanalyse und Simulationstechnik.

Industrie 4.0
Frankreich bietet deutschen Unternehmen einen interessanten, dynamischen Markt in der Industrie 4.0 mit wachsenden Branchen, zahlreichen Förderungsmaßnahmen in innovative Schlüsseltechnologien und einer starken Marktposition innerhalb des Informations- und Kommunikationstechnologiesektors.
Eine AHK Zielmarktanalyse finden Sie hier.

Wirtschaftsklima & Konjunktur

Holzbau in Frankreich weitet sich aus Paris
Der Holzbau in Frankreich entwickelt sich kräftig. Prominente Bauvorhaben für Olympia 2024 geben Sichtbarkeit. Neue Bauvorschriften könnten zusätzlichen Schwung geben.

Branche kompakt: Frankreich weitet Ausschreibungen für Vorhaben in der Solarenergie aus
Die Regierung setzt sich ambitionierte Ausbauziele. Sie will dafür mehr Ausschreibungen durchführen und die Rahmenbedingungen verbessern. Die Branche harrt der Dinge, die da kommen.

Deutschland genießt in Frankreich weiter ein gutes Image
Deutsche Unternehmer können in Frankreich weiter auf eine positive Grundeinstellung zu Deutschland bauen. Für jüngere Franzosen aber stehen deutsche Tugenden weniger im Zentrum der Wahrnehmung.

Französische Einkäufer achten immer mehr auf "Made in France"
Einkäufer in französischen Unternehmen schauen immer stärker darauf, ob die Ware aus Frankreich stammt. Neben dem Patriotismus spielt die Liefersicherheit eine wachsende Rolle.

Lohn- und Lohnnebenkosten - Frankreich
Frankreich gehört auch durch hohe Arbeitskosten zu den teuersten Standorten weltweit. Reformen sollen Einstellungen erleichtern und die Lohnnebenkosten verringern.

Branchencheck - Frankreich
Eine robuste Konjunkturentwicklung treibt 2019 in vielen Branchen in Frankreich die Nachfrage an. Hinzu kommen punktuelle Impulse durch staatliche Initiativen und Programme.

Erneuerbare Energien & Umweltthemen

Frankreich verschärft Kriterien für Abwrackprämie
Seit 1. August 2019 gelten in Frankreich schärfere Bedingungen für Abwrackprämien. Die Zuschüsse für Benziner sinken, während sie für Elektroautos gleich bleiben.

Französische Armee macht Platz für Solarparks
Wie 2018 angekündigt, stellt die französische Armee erste Grundstücke für Solarparks bereit. Bis Ende September 2019 können Unternehmen Interesse anmelden.

Frankreich forciert Wiederverwertung und Vermeidung von Kunststoffverpackungen
Große Handels- und Lebensmittelkonzerne in Frankreich haben sich verpflichtet, deutlich mehr Plastik zu recyclen. Einige Kunststoffe dürfen nicht mehr verwendet werden.

Frankreich will mehr Branchen zum Recycling motivieren
Die Regierung will Anbieter von Spielzeug, Sport- und Freizeitartikeln sowie Heimwerker- und Gartenbedarf verpflichten, das Recycling ihrer Produkte zu übernehmen oder dafür zu zahlen.

Frankreich fördert den Einbau doppeltverglaster Fenster
Die französische Regierung will die Energieeffizienz in Wohnungen verbessern. Seit Anfang 2019 werden für den Austausch von Fenstern wieder Steuergutschriften gewährt.

Frankreich erleichtert Selbstversorgung mit Solarstrom Paris
Nach Windkraft, Biogas und Wasserstoff hat die französische Regierung am 28. Juni 2018 ihr Maßnahmenpaket für die Förderung der Solarenergie vorgestellt. In den kommenden Wochen soll ein Plan mit Ausbauzielen nach Energieträgern bis 2027 folgen. Danach dürfte Klarheit herrschen, wie und bis wann das Ziel, den Anteil der Kernenergie an der Stromerzeugung auf 50 Prozent zu senken, erreicht werden soll und welche Rolle den erneuerbaren Energien dabei zukommt.

Frankreich fördert Wasserstoffwirtschaft mit 100 Millionen Euro
Die französische Regierung hat einen Maßnahmenplan zur Förderung der Wasserstoffwirtschaft verkündet. Bis 2023 sollen 10 Prozent des in der Industrie produzierten Wasserstoffs aus erneuerbaren Quellen stammen. Ab 2019 werden 100 Millionen Euro an Krediten für Projekte in der Industrie, zur Speicherung von Energie und für die Umstellung des Transports auf Wasserstoff bereit gestellt.

Frankreich erleichtert Selbstversorgung mit Solarstrom
Nach Windkraft, Biogas und Wasserstoff hat die französische Regierung am 28. Juni 2018 ihr Maßnahmenpaket für die Förderung der Solarenergie vorgestellt. In den kommenden Wochen soll ein Plan mit Ausbauzielen nach Energieträgern bis 2027 folgen. Danach dürfte Klarheit herrschen, wie und bis wann das Ziel, den Anteil der Kernenergie an der Stromerzeugung auf 50 Prozent zu senken, erreicht werden soll und welche Rolle den erneuerbaren Energien dabei zukommt.

Französischer Markt für Wärme- und Kältetechnik zieht wieder an
Der Aufschwung im Wohnungsmarkt in Frankreich hat 2017 auch den Markt für Wärme- und Kältetechnik belebt. Dies geht aus der Jahresbilanz des Verbands Uniclima hervor. Die Aussichten sind auch 2018 gut und die Konjunkturbeschleunigung könnte die Renovierungspläne der Privathaushalte antreiben. Veränderte staatliche Fördermaßnahmen könnten ab 2019 den Markt für Biomassekessel und Wärmepumpen befeuern.

Frankreich: Energieeffizienz in der Industrie
Die französische Industrie ist mit den Einsparmaßnahmen konfrontiert. Der industrielle Sektor verzeichnet über 20% des gesamten nationalen Energieverbrauchs und gehört somit zu den größten Energieverbrauchern. Die Verbesserung der Energieeffizienz stellt das einfachste Mittel zur Reduktion der Treibhausgasemissionen dar, um eine sichere und nachhaltige Energieversorgung zu garantieren und die energetische Unabhängigkeit zu verbessern. Eine AHK Fachstudie dazu finden Sie hier.

Gesundheit & Medizintechnik

Frankreich erwartet Absatzboom für Hörgeräte Paris
Mit der vollen Kostenerstattung für bestimmte Hörgeräte durch die Krankenkassen dürfte deren Absatz in Frankreich in den kommenden Jahren deutlich in die Höhe schnellen.

Frankreichs Fachhandel für Augenoptik verändert sich Paris
Die französische Krankenversicherung wird ab 2020 die Kosten für den Kauf bestimmter Brillen vollständig erstatten. Der Preisdruck beschleunigt den Wandel in der Branche.

Sozialversicherung in Frankreich zahlt künftig nicht mehr für homöopathische Mittel
In Frankreich werden homöopathische Mittel ab 2021 nicht mehr wie bisher zu 30 Prozent von der Sozialversicherung bezahlt. Zusatzversicherungen könnten dem Beispiel folgen.

Krankenkassen in Frankreich übernehmen ab 2021 Kosten für Hörhilfen, Brillen und Zahnersatz
Weniger Selbstbeteiligung: Die Sozial- und Zusatzversicherungen in Frankreich werden ab 2021 die Kosten für Hörhilfen, Brillen und Zahnersatz bis zu einer Obergrenze übernehmen.

E-Health und innovative Medizintechnik in Frankreich
Mit dem nationalen Programm E-Health 2020, hat das französische Gesundheitsministerium im Jahr 2016 eine Initiative gestartet, die die Digitalisierung der Gesundheitsbranche in den nächsten Jahren beschleunigen will. Ziel dieses Projektes ist es die Digitalisierung der Gesundheitsbranche zu fördern. In diesem Sinne sollen Projekte wie das digitale Krankenhaus (hôpital numérique) und die Telemedizin (télémedicine) gefördert werden.
Eine AHK Fachstudie dazu finden Sie hier.

Branche kompakt: Frankreichs Medizintechnikeinkäufer müssen sparen
Frankreich ist weiter ein interessanter Markt für deutsche Anbieter von Medizintechnik. Die Regierung will in den kommenden vier Jahren mit Investitionen von 5 Milliarden Euro die Digitalisierung im Gesundheitssektor anstoßen. Ein Teil davon wird in die Modernisierung der technischen Ausrüstungen fließen. Allerdings muss die Sozialversicherung 2018 erneut Einsparungen vornehmen, die auch vermehrt die Medizintechnik betreffen.

Transport, Logistik & Mobilität

Absatz von Elektroautos in Frankreich wächst kräftig
Der Verkauf von Elektroautos in Frankreich legt weiter stark zu. Für die Hersteller sind jedoch die Voraussetzungen für einen echten Marktaufschwung noch nicht gegeben.

Neuer Terminal am Flughafen Paris-Charles de Gaulle geplant
Der Bau des Terminals 4 des Flughafens Paris-Charles de Gaulle soll 2021 beginnen. Der Zeitplan gilt angesichts eines angespannten sozialen Klimas als ehrgeizig.

Frankreich will zwei Bahnlinien für den Wettbewerb öffnen
Die Bahnreformen in Frankreich kommen voran. Jetzt werden für erste Strecken private Betreiber gesucht.

Kleinstfahrzeuge gewinnen in Frankreich immer mehr Nutzer Paris
Der Verkauf von Tretrollern, Elektrotretrollern, Hoverboards und anderen sogenannten Mikrotransportmitteln wächst stark. Vor allem elektrische Antriebe legen kräftig zu.

Frankreich investiert mehr für Instandsetzung von Straßen Paris
Die französische Regierung will bis 2022 etwa 13,4 Milliarden Euro in Transportinfrastruktur investieren. Die Instandsetzung bestehender Netze steht im Vordergrund.

Frankreich will Kaufanreize für Elektroautos bis 2022 verlängern
Die französische Regierung hat am 22. Mai 2018 ein Übereinkommen mit der im Land ansässigen Automobilindustrie geschlossen. Danach soll der Absatz reiner Elektroautos bis Ende 2022 das Fünffache des Niveaus von 2017 erreichen. Dazu hat die Regierung zugesagt, bis 2022 Kaufanreize zu schaffen und den Aufbau von Ladesäulen stärker zu unterstützen.

Frankreich investiert in die Erneuerung der Bahnnetze
In den kommenden Jahren werden Investitionen in die Erneuerung des französischen Bahnnetzes deutlich ansteigen. Insgesamt sollen bis 2026 voraussichtlich rund 47 Milliarden Euro in die Bahninfrastruktur fließen. Mit den Investitionen will die Regierung zugleich den hochverschuldeten Netzbetreiber SNCF Réseau sanieren. Durch zahlreiche Projekte ergeben sich gute Geschäftschancen für Anbieter von Bahntechnik.

Elektromobilität Frankreich: Kaufanreize treiben den Markt an
Der französische Markt für Elektrofahrzeuge ist nach Norwegen und vor Deutschland der zweitgrößte in Europa. Das Wachstum hat sich 2017 vor allem aufgrund von Modellwechseln abgeschwächt. Die im weltweiten Vergleich großzügigen Kauf- und Abwrackprämien und absehbare Einschränkungen für Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor sollten den Markt weiter antreiben.

Elektromobilität Frankreich: Ladeinfrastuktur noch ausreichend
Frankeich verfügte Anfang 2018 mit einer Ladesäule je 6,8 Elektrofahrzeuge über eine ausreichende Ladeinfrastruktur. Schwachpunkte gibt es derzeit aber bei der geografischen Verteilung und bei der Anzahl privater Ladepunkte und öffentlicher Schnellladestationen. Zahlreiche europaweite Initiativen für Schnellladekorridore wollen in den kommenden Jahren in Frankreich Standorte erschließen. 

Automarkt in Frankreich weiter auf Erholungskurs
Der Umsatz auf dem französischen Markt für Pkw wird nach Prognosen des Unternehmens AAA Data 2018 um 4 Prozent zulegen. Das Verbrauchervertrauen ist hoch, eine Verschrottungsprämie wird gut angenommen und die Flottenverkäufe wachsen. Die Entwicklung im zweiten Halbjahr ist indes unsicher. Durch neue Zulassungsprüfungen, die in der Europäischen Union (EU) einheitlich gelten, könnten höhere CO2-Abgaben für einige Modelle anfallen und die Nachfrage schwächen. 

Frankreich will Vorreiterrolle bei autonomem Fahren einnehmen
Frankreich will die Rahmenbedingungen für autonomes Fahren verbessern. Dazu hat die Regierung im Mai 2018 ein Strategiepapier vorgestellt. Ab 2019 sollen Experimente mit vollautonomen Fahrzeugen leichter möglich sein. Noch im Juni 2018 will die Regierung einen Aufruf für entsprechende Tests starten und diese mit bis zu 40 Millionen Euro fördern.

Weitere Branchenberichte und Wirtschaftsinformationen zu Frankreich finden Sie hier:

www.gtai.de/frankreich