Datenbrillen für Industrie 4.0

Das Fraunhofer-Institut FEP entwickelt OLED-Mikrodisplays und Sensorik für intelligente Datenbrillen, ein Gewinnerprojekt des deutsch-Französischen Wirtschaftspreises: Die Smart Factory und Arbeit 4.0 als Schwerpunkte.

Arbeit 4.0

Die Industrie 4.0 wird durch intelligente Fabriken, sogenannte Smart Factories, bestimmt. Die Art und Weise, wie zukünftig produziert und gearbeitet wird, verändert sich. Produktions- und Logistikprozesse werden intelligent miteinander verzahnt, um die Prozesse effizienter und flexibler zu gestalten. Themen wie Augmented und Virtual Reality werden dabei immer wichtiger. Die Wissenschaftler des Fraunhofer FEP in Dresden sind spezialisiert auf die Entwicklung von speziellen Mikrodisplays für AR- und VR-Datenbrillen. Die Mikrodisplays basieren auf der OLED-auf-Silizium-Technologie. Im Unterschied zu anderen Displayarten wird für OLED-Mikrodisplays keine zusätzliche Beleuchtung benötigt, da diese selbstleuchtend sind. Durch sie werden vereinfachte Optiken und deutlich höhere Kontrastverhältnisse möglich. Mit einer direkt in das Display integrierten Kamerafunktion ist die Steuerung auch mit den Augen möglich.

Datenbrille unterstützt den Menschen

"Die kompakten Displays eignen sich besonders für den industriellen Einsatz. Beispielweise können diese in Arbeitsbrillen verbaut werden und blenden dem Werker so alle erforderlichen Informationen wie Entnahmeplatz oder Teilenummer ein", erläutert Dr. Uwe Vogel, Leiter des Bereichs Mikrodisplays und Sensorik am Fraunhofer FEP. Fraunhofer FEP entwickelt seit über 10 Jahren OLED-Mikrodisplays und Sensoren für verschiedenste Anwendungen. In Endanwendungen integrieren Ein neuartiges Konzept für Ultra-low-Power-OLED-Mikrodisplays wurde in einem Fraunhofer FEP internen Strategieprojekt entwickelt und später für den französischen Partner Microled adaptiert. Ziel dabei: Die entwickelte Technologie der neuen OLED-Mikrodisplays in die Wirtschaft zu transferieren, damit diese in Endanwendungen integriert und in Massenfertigung produziert werden können. Diese Anstrengungen wurden Ende des letzten Jahres mit dem Deutsch-Französischen Wirtschaftspreis belohnt. Aktuell wird nun mit Partnern im Verbundprojekt Glass@Service, an dem unter anderem Siemens, Uvex und Ubimax beteiligt sind, an Use Cases der Datenbrille für die Industrie 4.0 gearbeitet.

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